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Baglimit

Angeln in Schleswig-Holstein

Die EU-Fischereiminister haben am 15. September 2019 über die Fangquoten für den Dorsch und den Hering im Jahr 2020 entschieden: An den deutschen Küsten ist die erlaubte Fangmenge für kommerzielle Fischer für den westlichen Hering um 65% und für den westlichen Dorsch um 60% gesunken. Freizeitangler dürfen dementsprechend 2020 fünf Dorsche pro Tag/Angler aus den deutschen Ostseegewässern fischen. In den Monaten Februar und März gilt eine Schonzeit, in der nur zwei Fische pro Tag/Angler geangelt werden dürfen.

Gemeinsam konnten die Entwicklungsgesellschaft Ostholstein mbH EGOH und WiSH sich dafür einsetzen, dass es nicht bei der nur wenige Monate zuvor veröffentlichten Empfehlung der EU-Kommission für zwei Dorsche pro Tag/Angler geblieben ist. Ein kurzerhand organisierter Krisengipfel mit betroffenen Unternehmen und Vertretern aus der Politik mündete in einer Einladung des Europaabgeordneten Niclas Herbst, Mitglied des Fischereiausschusses, nach Brüssel, um über die dramatischen Auswirkungen des geplanten Baglimits mit den zuständigen Vertretern des Europäischen Parlaments zu diskutieren. Die dort geführten Gespräche einer entsendeten Delegation aus WiSH, EGOH, Hochseeangel- und Bäderschiffe e.V. und Thünen-Institut für Ostseefischerei in Rostock, flossen in ein Alternativangebot an die Vertretung des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft (BEMEL) in Berlin sowie die Generaldirektion MARE in Brüssel als Vorbereitung auf die stattfindende Konferenz der EU-Fischereiminister ein. Zwar konnte dadurch die 1a-Lösung eines Baglimits von sieben Dorschen nicht verwirklicht, die befürchtete Grenze von zwei Dorschen aber erfolgreich abgewehrt werden.  

Gespräche zum Baglimit 2021 werden bereits durch WiSH, EGOH und Politik geführt. Das Baglimit 2020 bleibt gleichermaßen auch für 2021 bestehen.